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Fakten zur multimodalen stationären Schmerztherapie:

Welche Vorbedingungen müssen erfüllt sein, bevor ein Patient in die stationäre multimodale Schmerztherapie eingewiesen werden darf?

  • Hohe Chronifizierung der Schmerzerkrankung (Grad 2 oder 3 n. GERBERSHAGEN)

  • Die Patienten müssen außerdem mindestens drei der nachfolgenden Merkmale aufweisen:

Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit.
Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung.
Bestehende Medikamentenabhängigkeit oder bestehender Medikamentenfehlgebrauch.
Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung.
Gravierende somatische Begleiterkrankung.

Welche Kriterien muss ein Krankenhaus erfüllen, wenn es stationäre multimodale Schmerztherapie anbieten will?

  • Interdisziplinäre Diagnostik durch mindestens zwei Fachdisziplinen (obligatorisch eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologische Disziplin)

  • Gleichzeitige Anwendung von mindestens drei der folgenden aktiven Therapieverfahren:

Psychotherapie
Spezielle Physiotherapie
Entspannungsverfahren
Ergotherapie
Medizinische Trainingstherapie
Sensomotorisches Training
Arbeitsplatztraining
Künstlerische Therapie (Kunst- oder Musiktherapie) oder sonstige übende Therapien.
Die Therapieeinheiten umfassen durchschnittlich 30 Minuten

  • Überprüfung des Behandlungsverlaufs durch ein standardisiertes therapeutisches Bemessungsverfahren, eine tägliche Visite oder Teambesprechung und eine interdisziplinäre wöchentliche Teambesprechung.

  • Bei Gruppentherapie ist die Gruppengröße auf maximal 8 Personen begrenzt.