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Migräne

Migräne ist ein mäßiger bis extrem starker Schläfenschmerz, der oft mit Übelkeit, Erbrechen und/oder sensorischer Überempfindlichkeit verbunden ist. Im Migräneanfall erweitern sich plötzlich Blutgefäße im Kopf. Man geht davon aus, dass diese Gefäßerweiterung der eigentliche Schmerzauslöser ist. In der Biofeedbacktherapie soll der Patient nun lernen, diese Gefäßerweiterung zu kontrollieren bzw. aufzuheben.

Neu aufgetretene Kopfschmerzerkrankungen sollten einmalig fachärztlich abgeklärt werden. Ist die Diagnose „Migräne“ ärztlich gesichert, kann Biofeedback frühzeitig eingesetzt werden und im besten Falle eine medikamentöse Therapie ersetzen oder zumindest begrenzen.

Methoden des Biofeedback bei Migräne:

  • vasomotorisches Feedback:
    Gemessen wird das Pulsvolumen in der Schläfenarterie
    Ziel: Verengung der Arterie zum Vorbeugen eines Migräneanfalls
  • Handtemperaturfeedback:
    Gemessen wird die Temperatur an der Hand-/Fingerinnenfläche.
    Ziel: Temperaturerhöhung, die zu zunehmender Durchblutung und somit zu Entspannung führt.
  • EMG-Feedback:
    Gemessen wird die elektrische Muskelspannung
    Ziel: Reduktion der Muskel(an-)spannung (z.B. der Stirnmuskulatur)

Effektivität:

  • In den meisten Fällen kann die Schmerzintensität bereits nach der ersten Sitzung stark reduziert werden.
  • In der Regel ist die vollständige Kontrolle über eine Blutgefäßerweiterung und somit eine relevante Verminderung der Anfallshufigkeit und Anfallsintensität nach 12 bis 15 Sitzungen zu erwarten.
  • Man rechnet mit einer Schmerzverringerung um mindestens 50%.
  • Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit der Wirkung von Medikamenten. Der Vorteil liegt darin, dass Biofeedback ohne Medikamente (chemische Substanzen) auskommt.

Kosten:

  • Die Beratung zum Verfahren ist Kassenleistung.
  • Die Anwendung des Biofeedback berechnen wir mit 45.-€ pro Sitzung à 50 min.
  • Im Rahmen der multimodalen stationären Schmerztherapie  kann die Indikation für die Anwendung von Biofeedback gestellt werden. In diesem Fall übernimmt das Krankenhaus die Behandlungskosten.
  • Besitzen Sie eine Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden, werden die Kosten von dieser Versicherung üblicherweise getragen.
  • Angesichts der Fülle unterschiedlicher Versicherungstarife sollten auch Privatversicherte vor Beginn der Behandlung bei ihrer Versicherung nachfragen, ob die Kosten vollständig übernommen werden.

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