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Morbus Raynaud

Morbus Raynaud ist der Überbegriff für anfallartig auftretende Störungen der Durchblutung in den Armen oder Beinen. Sie äußern sich durch Kälte bis hin zu Taubheit und Schmerzen in Fingern und Zehen. In seltenen Fällen weiten sich die Symptome auch auf die ganze Hand, den Fuß oder das Gesicht aus.

Man unterscheidet zwischen den so genannten primären und sekundären Formen des Raynaud-Syndroms.

Vom primären Raynaud-Syndrom spricht man, wenn die Symptome ohne erkennbare Grunderkrankung auftreten. Oft wird ein Anfall durch Kälteexposition oder psychische Belastung ausgelöst.

Das sekundäre Raynaud-Syndrom ist eine Begleiterscheinung bei anderen primären Erkrankungen.
Auslöser seines sekundären M. Raynaud sind:

  1. Krankheiten wie Sklerodermie, Lupus erythematodes, Arteriosklerose, Systemische Sklerose, Kälteagglutininkrankheit oder Kryoglobulinämie.
  2. verschiedene Traumata durch Arbeit mit den Fingern (Sekretäre, Pianisten) oder an vibrierenden Werkzeugen
  3. Vergiftungen durch Schwermetalle oder Vinylchlorid.
  4. Nebenwirkungen von Medikamenten wie z.B. Betablocker, Ergotaminpräparate oder Zytostatika.

Es kann sein, dass wir im Rahmen der Eingangsuntersuchung feststellen, dass noch eine fachärztliche Abklärung Ihrer Erkrankung sinnvoll ist. Diese würden wir dann von hier aus veranlassen.

Methoden des Biofeedback bei der Raynaud- Erkrankung:

  • Direkte Methode:
    Gemessen wird der Blutdruck im Oberarm oder am Handgelenk (nach neueren Methoden auch am Finger).
    Ziel: Der Patient soll bewusst seinen Blutdruck senken, was zu einer gezielten Erwärmung von Händen und Füßen führt.
  • Indirekte Methode:
    Gemessen werden Atmung und Puls; beide werden als Kurven wiedergegeben, die es anzugleichen gilt.
    Ziel: Ruhiges und tiefes Atmen reduziert den Gefäßwiderstand. Dies führt zu einer Entlastung des Herzkreislaufsystems und reduziert den Blutdruck.
  • Es kann eine Kältevorgabe in den Therapieverlauf eingebunden werden, gegen die anzusteuern ist (Bsp.: Die Hand wird in kaltes Wasser gehalten)

Effektivität:

  • Die Beschwerdehäufigkeit kann um bis zu 90% gesenkt werden.
  • Die Intensität der Beschwerden wird reduziert.
  • Bewusstes Atmen ist auch in Stresssituationen hilfreich.

Kosten:

  • Die Beratung zum Verfahren ist Kassenleistung.
  • Die Anwendung des Biofeedback berechnen wir mit 45.-€ pro Sitzung à 50 min.
  • Im Rahmen der multimodalen stationären Schmerztherapie  kann die Indikation für die Anwendung von Biofeedback gestellt werden. In diesem Fall übernimmt das Krankenhaus die Behandlungskosten.
  • Besitzen Sie eine Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden, werden die Kosten von dieser Versicherung üblicherweise getragen.
  • Angesichts der Fülle unterschiedlicher Versicherungstarife sollten auch Privatversicherte vor Beginn der Behandlung bei ihrer Versicherung nachfragen, ob die Kosten vollständig übernommen werden.

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